Wir wollten eigentlich nur eine normale Bandfahrt machen. Ein bisschen die Gegend sehen, ein paar gute Konzerte spielen, vielleicht mal in einen See springen. Was wir bekamen, war aber definitiv filmreif.
Der Mann, der den Bus regierte (und die Modewelt schockierte)
Fangen wir mal mit den eigentlichen Helden unserer Bandfahrt an: Buskapitän Maik, unserem Busfahrer, der immer für uns mitgedacht und uns stets zu unserem Zielort gebracht hat. Er hat uns nicht nur sicher von A nach B befördert, sondern auch die Modewelt schockiert, weil sein Dienstoutfit am zweiten Tag nur seine Badehose war. Und wenn dein Busfahrer vor dir in Bademontur herläuft, dann weißt du, dass die Reise nur legendär werden kann!
Apropos Modewelt!
Buskapitän Maik war mit seinem besonderen Outfit bei unserer Reise nicht das einzige Gesprächsthema in Sachen Modewelt. Auch klein Fabian probierte einen völlig neuen Stil aus und entdeckte diesen für sich. Innerhalb eines Morgens wurde aus Fabian ein waschechter Punk für einen Tag! Mit seinen Spikes auf dem Kopf und seinem Schmuck in Form von Ketten und Armbändern käme man nie auf die Idee, dass er diesen Stil zum ersten Mal trägt. Sicherlich haben wir Punk-Fabian nicht zum letzten Mal gesehen…
Kultur? Reichlich!
Wir haben mehrere Städte besucht, darunter Freiburg, Straßburg und Colmar.
In Freiburg hatten wir die Ehre, uns mit einer Ralley und einer Stadtkarte zu verlaufen. Bei gefühlten 50 Grad im Schatten verwandelte es sich schnell in einen Überlebenskampf. Unsere Lieblings-Sehenswürdigkeit war dementsprechend ein Trinkbrunnen.
Im europäischen Parlament in Straßburg lauschten einige Bandmitglieder Alex‘ Rumänisch-Exkurs und warfen wenig später mit rumänischen Beleidigungen um sich. In der Notre Dame sahen wir mit unseren Audioguides erstmals wie richtige Touris aus. In der Kirche wurde es dann richtig interaktiv. Flo schnappte sich die ganze Zeit verschiedene Bandmitglieder, stellte sie vor irgendwelche uralten heiligen Gegenstände und ernannte sie zu Experten. Man kann sich bestimmt schon denken, was dabei herauskommt, wenn völlig überhitzte Musiker ohne Vorbereitung theologisches und archäologisches Wissen anwenden…Es war trotzdem das absolute Highlight!
Dem schönen Colmar haben wir natürlichen auch einen Besuch abgestattet und sind entspannt durch die Gassen geschlendert, bevor wir ein Musikschulfest eröffnen durften.
Eine eiskalte Erfrischung
Zum Glück gab es zwischen all den Städten auch wunderschöne Seen. Sowohl im Titisee als auch im Opfinger See durfte sich die ganze Band abkühlen. Sagen wir mal so: Der hygienische Standard der Band wurde durch diese Badesessions drastisch angehoben und hat uns nach den heißen Tagen definitiv das Leben gerettet.
Ein tötendes Spiel?
Natürlich haben wir auch noch gemeinsam Spiele gespielt wie Volleyball, Basketball und Katz und Maus. Darunter war auch unser Lieblingsspiel, nämlich unser Mörderspiel! Wir spielen es auf jeder Fahrt und es ist immer ein Mordsspaß. Diesmal versuchte der erste Mörder mit Hilfe von „Umgekehrter Psychologie“ (Zitat) unschuldig zu wirken und brachte zuerst alle in seinem Zimmer um mit der Hoffnung, dass alle denken, der Mörder will die Schuld auf andere lenken. Aber nicht mit der Band! Denn am Tag darauf wurde er auch schon von drei mutigen Bandmitgliedern durchschaut. Daraufhin trat ein anderer Mörder in seine Fußstapfen. Mörder Nummer 2 kam zwar ein wenig weiter, konnte sich aber auch nicht gegen die Band durchsetzen. Nun ist noch unklar, wie lange der tatkräftige dritte Mörder noch aktiv ist…
Schleppend, aber gut? Unsere Konzerte
Es war immer sehr anstrengend, das ganze Equipment durch jede Menge Parks zu den Auftrittsorten zu schleppen, da wir mit dem Bus nicht bis an die Bühnen fahren konnten. Wir mussten immer hoffen, dass wir im Schatten spielen konnten, da es in der Sonne kochend heiß war. Als wir dann aber doch in der Sonne spielen mussten, war es so warm, dass man sich auf dem Becken des Schlagzeuges ein Spiegelei hätte braten können!
Ende gut alles gut!
Im Rückblick war die Bandreise ein großartiges Erlebnis für klein, groß und größer! Da die Erwartungen weit übertroffen wurden, waren im Endeffekt alle mit der Reise mehr als zufrieden.
Alina, Felix, Jan und alle Bandis direkt aus dem Bus






















