Zwei Texte im Rennen beim Schreibwettbewerb KLASSEnSÄTZE
Das Gymei ist mit zwei Beiträgen beim Hamburger Schreibwettbewerb KLASSEnSÄTZE vertreten. Der Wettbewerb zeichnet literarische Texte aus, die im Unterricht entstehen. Am 7. Mai tagt die Wettbewerbsjury.
Teilgenommen haben zwei Kurse: die 5d im Deutschunterricht bei Herrn Gürsoy sowie der Wahlkurs Journalismus & Kreatives Schreiben (Jahrgänge 9/10). In beiden Kursen wurde geschrieben, überarbeitet, diskutiert und ernst genommen, was sonst oft nur als Aufsatz durchgeht.
Zunächst wählten die Schülerinnen und Schüler in internen Kursjurys jeweils drei Beiträge aus. In einer zweiten Runde bestimmten sie daraus pro Kurs einen Siegertext. Diese beiden Texte gingen anschließend in die Schuljury, vertreten durch Aurora Morina und Maja Zwingmann aus der 10c, die die Schulsieger ermittelte.
Für die Unterstufe wurde ein Märchen aus der 5d von Jakob Myland nominiert. Für die Jahrgänge 9/10 tritt der Text „Die leere Bank“ von Charlotte Sellmann aus der 10d an. Sie erzählt mit klaren Bildern vom Verlust einer Großmutter. Eine Bank im Garten. Ein Platz, der leer bleibt.
In den vergangenen Wochen wurde intensiv gearbeitet: geschrieben, gestrichen, neu begonnen. Es ging um starke Einstiege, präzise Sprache und darum, Gefühle nicht zu behaupten, sondern erfahrbar zu machen. Geschrieben wurde hier mit dem Anspruch, zu berühren, nicht nur eine Aufgabe zu erfüllen.
Ein Wettbewerb kürt am Ende einzelne Texte. Entscheidend war jedoch etwas anderes: das Suchen nach dem richtigen Wort. Das Verwerfen. Ein Restart. Der Mut zum Vorlesen. Das Risiko, einen sehr persönlichen Text laut werden zu lassen. Und die gespannte Stille, in der alle merken: Hier steht mehr als nur eine Aufgabe im Raum. Auf die Entscheidung der Jury sind wir gespannt.
Beim Schuljubiläum liegen im Kunstraum 4 alle Texte aus, die in den vergangenen Wochen entstanden sind. Viele Schülerinnen und Schüler haben überraschende, kluge Beiträge geschrieben. Auch wenn der Wettbewerb KLASSEnSÄTZE nur zwei schulinterne Auszeichnungen vorsieht, sind viele Texte entstanden, die lange nachklingen. Ein großes Dankeschön an alle Autorinnen und Autoren: Schreibt weiter!
Susanne Alm-Hanke