Am Montag, den 30. März haben sich die 10a und die 10c auf den Weg nach Neuengamme gemacht. Dort haben sie gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern sowie einem Guide das Konzentrationslager Neuengamme besichtigt. Pünktlich um 9:30 Uhr ging die 3-stündige Führung los, zu Beginn wurde ein Güterwagon gezeigt, in dem die KZ-Häftlinge nach Neuengamme gebracht wurden. Früh wurde allen klar, unter welchen Bedingungen die Häftlinge gelebt haben und wie sie behandelt wurden. Weiter ging die Führung in einer von vielen Baracken, in denen die Häftlinge damals gelebt haben. Dort wurde nun erzählt, wie der erste Tag der Häftlinge in einem KZ war, um dies besser zu veranschaulichen, konnte man sich unter anderem das Eingangstor des Konzentrationslagers anschauen. Zu jeder Zeit konnten Fragen an den Guide gestellt werden. Zu Beginn hat er direkt klar gemacht, dass es keine dummen Fragen gäbe. Daraufhin hat ein sehr offener Dialog stattgefunden, bei dem jeder Fragen gestellt hat und respektiert wurde.
Das KZ-Neuengamme liegt im Südosten Hamburgs und wurde im Jahr 1938 eröffnet. Bis zur Befreiung im Mai 1945 waren insgesamt etwa 100.000 Häftlinge aus vielen europäischen Ländern im KZ. 45.000 Menschen haben dort ihr Leben verloren. Nach dem Krieg wurde das KZ als Gefängnis genutzt, bis es dann 2005 als Gedenkstätte eröffnet wurde.
Besonders bedrückend waren die einzelnen Geschichten der Häftlinge. Um diese noch besser zu erfahren, hatten die Schülerinnen und Schüler sich über jeweils einen Häftling mit Hilfe von zur Verfügung gestellten Materialien informiert. Anschließend wurden die Geschichten vor der gesamten Gruppe vorgestellt, wodurch sich jeder nun besser vorstellen konnte, wer die Menschen in den Konzentrationslagern eigentlich waren.
Zum Ende hin wurde auch noch eine alte Fabrik besichtigt, in der die Häftlinge harte körperliche Arbeit verrichten mussten. Außerdem hat der Guide noch einmal die Strukturen des Konzentrationslagers genauer erläutert, wie zum Beispiel entschieden wurde, wer wo und wie viel arbeiten musste.
Auf dem Heimweg war allen bewusst, was für Gräueltaten in den Konzentrationslagern verrichtet wurden und dass so etwas nie wieder passieren darf.
Tjark Goldt, 10a


